Ursprünglich führte mein beruflicher Weg in Richtung CFO bzw. Controlling – die Arbeit mit Zahlen, Analysen und wirtschaftlichen Zusammenhängen hat mich von Beginn an fasziniert. Mit der Zeit wurde mir jedoch klar, dass ich meine grösste Wirkung dort entfalten kann, wo es um Menschen, Führung und Organisation geht. Diese Erkenntnis hat meinen weiteren beruflichen Weg geprägt.
Vor etwas mehr als zehn Jahren habe ich mich bewusst selbstständig gemacht, um Organisationen ganzheitlich, unabhängig und nah an der Praxis begleiten zu können. Die Selbstständigkeit ermöglichte mir, unterschiedliche Kulturen, Führungsstile und Organisationsformen kennenzulernen und Verantwortung nicht nur beratend, sondern auch unternehmerisch zu übernehmen. Diese Perspektive prägt meine Arbeit bis heute.
Heute bewege ich mich an der Schnittstelle von Menschen, Führung und Organisation – lokal wie international. Mein Fokus liegt darauf, Rahmenbedingungen zu gestalten, in denen Zusammenarbeit gelingt, Führung wirksam wird und Organisationen sich nachhaltig entwickeln können.

Wer bist Du – und was begeistert Dich an Deinem Beruf im Bereich People & Organisation?

Ich bringe umfassende Erfahrung entlang des gesamten Employee Lifecycles mit und arbeite an der Schnittstelle von Menschen, Führung und Organisation – lokal wie international. Mich begeistert, dass meine Arbeit dort ansetzt, wo Strategie, Führung und Kultur aufeinandertreffen – und dort Wirkung entfalten kann, wenn sie klar, nahbar und konsequent umgesetzt wird.

Was hat Dich ursprünglich in diesen Bereich geführt – Zufall oder Berufung?

Der Einstieg erfolgte über einen bewusst gewählten Umweg. Die Ausbildung und erste Berufserfahrung im Finanzbereich haben mein strukturiertes und analytisches Denken geprägt. Die Entscheidung, mich stärker auf Menschen und Organisationen zu fokussieren, war eine bewusste Wahl – getragen von der Überzeugung, dort nachhaltigere Wirkung erzielen zu können.

Was bedeutet gute Führung für Dich persönlich?

Gute Führung schafft Klarheit, trifft Entscheidungen und bleibt gleichzeitig dialogfähig. Sie übernimmt Verantwortung, fördert Entwicklung und hält Spannungsfelder aus – ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren.

Was war ein prägender Moment oder eine wichtige Lektion in Deiner bisherigen beruflichen Laufbahn?

Der Schritt in die Selbstständigkeit war prägend. Er hat mir gezeigt, wie wichtig Klarheit, Verbindlichkeit und Entscheidungsfähigkeit sind – sowohl in der Führung als auch in der Zusammenarbeit mit Organisationen. Verantwortung zu tragen, auch wenn Lösungen nicht vorgegeben sind, hat meine professionelle Haltung nachhaltig geschärft.

Worauf legst Du in der Zusammenarbeit mit Führungskräften oder Mitarbeitenden besonders Wert?

Auf Vertrauen, Verbindlichkeit und klare Kommunikation. Nachhaltige Lösungen entstehen dort, wo Erwartungen ausgesprochen, Rollen geklärt und Verantwortung geteilt werden.

Gibt es ein Thema in Deinem Job, das Dir besonders am Herzen liegt – und warum?

Führungskultur. Sie prägt Zusammenarbeit, Leistungsfähigkeit und das Erleben von Arbeit stärker als jede Struktur oder jedes Instrument.

Was motiviert Dich aktuell – beruflich oder privat?

Beruflich motiviert mich, Führung und Zusammenarbeit zukunftsfähig zu gestalten – und bewusst auch neue Ansätze auszuprobieren, selbst dort, wo sie noch auf Skepsis stossen.
Privat motivieren mich bewusste Auszeiten, anregende Gespräche und Momente, die nicht in einen Kalender passen.

Was wünschst Du Dir für die ZGP-Community?

Eine Community, die die internationale Prägung des Wirtschaftsraums Zürich reflektiert und den Austausch von lokalen und internationalen Perspektiven fördert.

Welche Frage würdest Du gerne einmal einem anderen People-&-Organisation-Profi stellen?

Weshalb nutzen wir noch Praktiken aus Gewohnheit, obwohl sie den heutigen Anforderungen an Führung und Zusammenarbeit nicht mehr gerecht werden?

Verrätst Du uns noch etwas, das (fast) niemand über Dich weiss?

Ich schätze klare Strukturen, wirke aber oft spontaner, als ich bin. In komplexen Situationen behalte ich gerne den Überblick – auch wenn es rundherum noch etwas ungeordnet zugeht.